PROGRAMM

Parcours (Mi – So ab 16:00)

In diesem Parcours tritt das wunderbar erhaltene Haus als architektonisches und historisches Ganzes ins Rampenlicht. Aus der Fülle der vorhandenen Objekte werden einzelne Teile herausgelöst und in ein Verhältnis zur räumlichen Umgebung gestellt. So wird zum Beispiel der riesige Fundus an perfekt erhaltenen Kleidern aus Warenhauszeiten einbezogen. Einzelne dieser unzähligen, in Plastik gut verpackt und gegen Mottenfrass geschützten Mäntel, Blusen, Hosen, Röcke und Korsette in allen Grössen werden unter anderem in einer Installation der Designerin und Kostümbildnerin Ladina Bosshard aus ihrem Dornröschenschlaf geweckt. Im Zusammenspiel mit der szenografischen Gestaltung der einzelnen Räume durch Annatina Huwiler und Aurelia Buchli spielen die Chormusik, zusammengestellt von Tobias Stückelberger und die von Jan Gubser kreierten, das Publikum durch das Gebäude lotsenden Klangteppiche und -kompositionen eine tragende Rolle. Der von Anna Dafne Alessi eigens fürs Haus geschriebene Text «Cheesmeyer: eine Aufzählung» findet sich an ausgewählten Orten des Hauses arrangiert, zum Beispiel in einer Installation, welche die über 100 Jahre alte Linde im Gartenbereich des «Cheesmeyer»-Gebäudes zum Sprechen bringt. Des Weiteren überrascht die durchs Haus Flanierenden eine Performance von Irene Maag, die sich in einem permanenten, öffentlich einsehbaren Prozess auf den Namen des Hauses bezieht und mit überraschendem Material eine Interaktion kreiert. Auch kulinarisch erwartet das Publikum eine verlockende gastronomische Intervention von Sandra Knecht.
Ein Haus zum Träumen, Sinnieren und Entdecken.

Tagebuchschreibend rebellierte Maria Kunz gegen die Erwartungen der Eltern und Nonnen. Das Mädchen vom Cheesmeyer-Klan wächst zur Missionarsärztin heran, und reist 1936 mit dem Dampfschiff nach Südafrika, um zwischen Apartheidspolitik und Zauberdoktoren den „Schwarzen im Reservat“ zu helfen… Das Stück behandelt ihre Biografie in Überschneidung mit dem Politischen und spielt mit der Poetik des Dokumentarischen.

Stückentwicklung: Kaspar Geiger, Luisa Tschannen, Julia Sewing, Meret Bodamer
Regie: Kaspar Geiger
Szenographie: Annatina Huwiler, Aurelia Buchli
Kostüm: Ladina Bosshard
Assistenz: Franca Fay Zanetti
Technik: Jan Gubser, Jens Seiler
Schauspiel: Julia Sewing, Meret Bodamer
Musik: Laurie Hamiche, Luigi Ciaramonte, Lukas Rickli,  Nathan Julius, Tobias Stückelberger 

Ein Stück Lokalgeschichte in Zeiten des kalten Kriegs. Die weitherum geschätzte Mundartdichterin Helene Bossert gerät in einen „Shitstorm“, weil sie die Einladung zu einer Reise nach Moskau mit einer Gruppe von 12 Frauen angenommen hat. Männergremien sitzen zu Gericht, öffentliche Ächtung und Berufsverbot. Der Versuch einer Rekonstruktion und die Annäherung an einzelne ihrer Gedichte.

Stückentwicklung und Regie: Kaspar Geiger
Szenographie: Annatina Huwiler, Aurelia Buchli
Kostüm: Ladina Bosshard
Technik: Jan Gubser, Jens Seiler
Assistenz: Franca Fay Zanetti
Schauspiel: Julia Sewing, Margrit Gysin, Meret Bodamer
Musik: Laurie Hamiche, Lukas Rickli, Nathan Julius, Tobias Stückelberger 

Der eigens für dieses Projekt gegründete Cheesmeyer-Chor besteht aus begeisterten Sänger:innen aus der Region Sissach. Zum Einstieg in den Abend wird die Truppe in Anlehnung an die Geschichte von Maria Kunz ein kurzes Programm aus authentischen südafrikanischen Volksliedern aufführen.

Musikalische Leitung: Tobias Stückelberger 

Die Führung durch das Schaulager des Künstlerpaars Edith und Eugen Häfelfinger-Paschke zeigt die Tierzeichnungen und Tierplastiken der Künstlerin. Die einfachen Werke sind voll innovativer Bewegung. Das Typische der betreffenden Tiere ist herausgehoben. Ihre Modelle findet Sie auf der Weide, im Zoo oder im Zirkus. Die Künstlerin studierte in München und auf der Kunstakademie Dresden, wo Sie Ihren Mann kennenlernte. Sie war ihm Inspirationsquelle und gleichzeitig selber künstlerisch tätig.

Führung: Robert Häfelfinger Senior und Junior

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Lesungen in Kooperation mit dem Verein „loose, rede, läse“ jeweils 20:00

Do. 26.08. Rita Moll «Arme Irre-Geschichten aus vergangener Zeit» 
Die Autorin Rita Moll hat einen Erzählband mit dem Titel «Arme Irre» veröffentlicht. Die darin beschriebenen zehn Geschichten spielen im 19. Jahrhundert. Es handelt sich dabei um Schicksale von Menschen aus dem Oberbaselbiet und dem Fricktal.

Fr.  01.09. Thomas Schweizer „Zwischen Chrisipfäffer und Energydrinks“
Zahlreiche Bücher, einige Theaterstücke und eine Reihe von kleineren Schriften und Vorträgen zeugen vom reichen literarischen Schaffen des Autors. Thomas Schweizer schreibt über Land und Leute seiner Heimat und über das Verhältnis der beiden Basler Kantone. Vermehrt fliessen auch Altersfragen und Einschätzungen zur Kunst in seine Werke ein.

Fr. 10.09. Franziska Löpfe „La Catherine“
Die Autorin kam 1949 als zweites von fünf Kindern zur Welt. Der Beruf ihres Vaters als Bauingenieur bedingte immer wieder Umzüge, Arbeit fand er vorallem bei Kraftwerksbauten in den Schweizer Bergkantonen. Die Familie lebte im Goms, im Bergell und im Glarnerland. Die Autorin studierte, erwachsen geworden, Psychologie, arbeitete fast vier Jahrzehnte als Psychotherapeutin, hat zwei Kinder.

Mi. 15.09. Benedikt Meyer „Nach Ohio“
Mein Name ist Benedikt Meyer, historische Recherchen sind meine Droge, Heureka-Momente mein Rauschmittel. Daraus ist mein Roman «Nach Ohio» entstanden. Andere historische Geschichten erzähle ich regelmässig auf der Bühne. Daneben schreibe ich historische Texte zu unterschiedlichsten Themen. Und wenn’s dafür nicht reicht, kleine Beobachtungen aus dem Alltag. In meiner Freizeit organisiere ichliterarische Events und treibe allerhand Schabernack.

Fr. 17.09. Linard Candreia «Hanna die Tirolerin»
Linard Candreia wurde 1957 geboren und wuchs im rätoromanisch-deutschen Dorf Casti/Tiefencastel auf. Er schreibt vor allem Kurzgeschichten, auf surmiran und deutsch. Er unterrichtet Sprachen und Geschichte am Progymnasium in Laufen, Baselland, und ist Vizepräsident des kleinen Städtchens an der Birs.

Filmabend „Die letzten Heimposamenter“ von Yves Yersin (1974)

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In Zusammenhang mit unserem Schwerpunkt der drei Frauenbiografien, wird eine Table Ronde zum Thema «Frauen in der Kultur» einberufen. Verschiedene Künstlerinnen aus unserem Team beteiligen sich an der Diskussion; angestrebt ist ein die generationenübergreifendes Gespräch.

Gesprächsführung: Miriam Coretta Schulte

Die Führung gewährt einen Einblick in die Geschichte des Hauses. Sie lernen die grosse kulturgeschichtliche Bedeutung des Cheesmeyers kennen und werden mit dem denkmalpflegerischen Umgang vertraut.

Führung: Brigitte Frei-Heitz, Leiterin der Kantonalen Denkmalpflege BL

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