Medea
nach Euripides
2026
Medea erzählt von Schmerz, Macht und dem Kampf um Wahrheit. Auch nach über 2000 Jahren durchzieht das Stück Themen wie patriarchale Strukturen, Ausgrenzung und die Angst vor weiblicher Stärke. Medea wird zur Bedrohung erklärt – nicht, weil sie gefährlich ist, sondern weil sie nicht schweigt. Was ist Wahrheit? Was Erinnerung? Was Propaganda? Eine Geschichte voller Ambivalenz, Kraft und Widerstand.
Daten
- 13.8.
- 14.8.
- 16.8.
- 20.8.
- 21.8.
- 23.8.
- 20.00 Uhr
Gastronomie ab 18:00
in Kooperation mit Restaurant du Coeur
Ort
Hauptstrasse 1A
4450 Sissach
Ab Bahnhof Sissach 10 min Fussweg oder mit Bus 108 bis Haltestelle Sissach, Kreuzmatt. Parkplätze vorhanden auf dem Areal der Nebiker AG.
Tickets
Vorverkauf unter eventfrog.ch & Abendkasse
Standard – Fr. 40
Ermässigt – Fr. 25
Studierende, Auszubildende, Kulturlegi
Gönner:innen – Fr. 50
Mit dem Gönner:innen-Ticket unterstützen Sie die Produktion zusätzlich und helfen, faire Gagen zu ermöglichen.
Mitwirkende
-
Schauspiel
Sarah Spale
Claudia Adrario
Sophie Eglin
Julia Sewing
Anna Sonnenschein -
Perkussion
Lucía Carro Veiga
-
Regie
Kaspar Geiger -
Produktionsleitung
Andreas Daniel Müller -
Technische Leitung
Jan Gubser -
Bühne
Thomas Giger -
Kostüm
Julia Sewing -
Maske
Anna Tschannen -
Regieassistenz
Anna Sonnenschein -
Grafik
1kilo
Die starke Resonanz von Publikum und Presse führt Medea auch im Sommer 2026 zurück auf die Freilichtbühne Kreuzmatt in Sissach.
Nach der Dernière im vergangenen Spätsommer begeisterte Sarah Spale das Schweizer Kinopublikum mit dem Film «Hallo Betty» – nun kehrt die Schauspielerin, bekannt aus «Platzspitz-Baby» und «Wilder», zurück auf die Freilichtbühne Kreuzmatt. In der Titelrolle verkörpert sie eine Medea zwischen Verzweiflung, Strategie, Verletzlichkeit und Trotz.
Die Tragödie nach Euripides erzählt von Ausgrenzung, Machtmissbrauch und der Angst vor der selbstbestimmten Frau – Themen, die 431 v. Chr. geschrieben wurden und heute erschreckend aktuell wirken. In der Inszenierung von Regisseur Kaspar Geiger ist Medea keine fanatische Rächerin, sondern eine ambivalente, kämpfende Frau. Alle Rollen – auch die männlichen – werden von Schauspielerinnen verkörpert und von einer Perkussionistin begleitet.
Rund 800 Zuschauende besuchten die Aufführungen im Sommer 2025 – die Vorstellungen waren nahezu ausverkauft und stiessen bei Publikum wie Presse auf grosse Begeisterung.
Nun bespielt die Theatercompany Texte und Töne im August 2026 erneut die Freilichtbühne Kreuzmatt in Sissach – diesmal mit einer Gastproduktion. Neben der Wiederaufnahme von Medea feiert das Familienstück Ferdinand der Stier in Kooperation mit dem Verein Restaurant du Coeur seine Premiere auf der Rundbühne.
Zwei Stücke, eine Bühne – kein Zufall.
Die Entscheidung, beide Produktionen zu verbinden, hat handfeste Gründe – organisatorisch wie inhaltlich. Der Aufbau der eigens für «Medea» konstruierten Rundbühne auf dem Nebiker-Areal ist aufwändig. Nach dem nahezu ausverkauften und von Publikum wie Presse gefeierten Sommer 2025 war für Regisseur Kaspar Geiger und Produktionsleiter Andreas Daniel Müller klar: Diese Bühne soll erneut bespielt werden und diesmal für ein noch breiteres Publikum. Gleichzeitig ist Claudia Adrario, Sängerin und Schauspielerin, die in der Medea- Produktion mitwirkt, mit dem Wunsch an die Verantwortlichen herangetreten, »Ferdinand der Stier» auf diese Bühne zu bringen.
Die Form der Bühne ist das verbindende Element zwischen Medea und Ferdinand. Ein weisses, hölzernes Rund, eingefasst von einer Reihe von Stühlen, die sich nicht verschieben lassen. Medea oder Ferdinand sind «gefangen» im Stuhlkreis. Medea ist der Ablehnung und der Gewalt der Menschen von Korinth ausgesetzt. Ferdinand findet sich in der Stierkampfarena von Granada. Sein Schicksal scheint besiegelt.
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